Dienstag, 26. August 2008

Italien Tag 7


Dienstag ist Jagdtag. Die Clanfrauen schleichen sich im Morgengrauen aus den Hütten und ziehen kollektiv zum großen Markt. Wir sind um 7:30 unter den ersten und haben noch freies Feld.
Brigitte und die Ringuhr mit Aufklappdeckel:


Die zurückgebliebenen Männer freuen sich über die Mitbringsel.
Das sind meine neuen Little-Prinzess-Glitzerballerinas. Ha! Gemeinsam mit den anderen Einkäufen: Wickelhose "Sternenhimmel" und große Stola mit Fell und Pommels bin ich jetzt Queen of the Beach. (Oder wie die Kurzen sagen: "Mama, du schaust aus wie der Kasperl. Ist das für den Fasching?")Ausblick auf die Hängematte:Ausblick aus der Hängematte:

Ylvi (4 Jahre) fotografiert ihre Cousins mit dem iPhone. Was beweist, dass die Bedienung WIRKLICH kinderleicht ist.

Unsere Kinder aus Bullerbü/Cavallino:

Montag, 25. August 2008

Italien Tag 6

Nachdem Stefan nun schon seit 5 Tagen fiebert und hustet, fahren wir heute morgen 6 km zum Touristen-Arzt: Eine eigene Einrichtung, um Ausländer mit ihren ausländischen Krankheiten von der einheimischen Zivilbevölkerung fernzuhalten. Und er/sie spricht Deutsch und Englisch damit besagte Ausländer ihre Tropenkrankheiten besser schildern können. Gleich zu Beginn ein launiges Formular, wo der erkrankte Tourist im Falle seines Todes sein gesamtes Vermögen Berlusconi überschreibt. Die fesche Ärztin, die gerade erst volljährig wurde, untersucht, schreibt ein Rezept und ab geht es in die Pharmacia. Hoffentlich hilft das jetzt.In der Zwischenzeit ist der Clan weiter angewachsen und wir halten jetzt bei 6 Bungalows mit 21 Personen, davon 8 Kinder im Alter von 1-12 Jahren. Die Übernahme des Campingplatzes steht unmittelbar bevor.Die Neuankömmlinge teilten sich zu sechst einen Kleinwagen. Gut gepackt:Gut eingeparkt! Kompliment!Müde von der Fahrt:
Kinderarbeit Nr.6
Die Mädchen stricken Hängmatten, die dann am Strand verkauft werden. Cousine Brigitte strickt schicke Bikinis: Mia frühstückt ihr tägliches Stiegl:

Nichte Hanna ist krank und weil die Hängematte noch nicht fertig ist, kann sie sich die 21 Euro für den Touristen-Arzt nicht leisten. Zum Glück springt Dr. Timon und sein Team ein. Die Patientin wird in einer dramatischen Notoperation gerettet.
Meine bildhübsche Nichte Hanna: Meine bildhübsche Cousine Stefanie:

So, jetzt ist es 15:00 Uhr, die Mittagspause ist vorbei und wir dürfen wieder aus unseren Bungalows. Ich geh jetzt an den Strand. Ciao!

Sonntag, 24. August 2008

Italien Tag 5



Urlaubslaune

Sonnenheißes Lichtgeflimmer
Wasserklares Sandgeglimmer
Himmelmeerblau Wolkenschiffe
Regenbogenschimmernd Riffe
Glitzerfische groß und klein
Laue Brisen salzluftrein
Palmenwedel wedeln wiegend
Pelikane schweben fliegend
Möwensegeln Seegekreisch
Muschelknirschen perlmuttweiß
Meerschaumrauschen Windgesang
Meerjungfrauen Haarestang
Morgenröte rosenhell
Abendstimmung milchpastell
Weite Strände zuckermehlig
Und die Laune urlaubseelig


Jutta Kounovsky






Samstag, 23. August 2008

Italien Tag 4

Der Tag beginnt dunstig, bedeckt und deutlich kühler als bisher. Mein Lieblings-Strand-Wetter. Ideal um eingemummt am Strand zu sitzen und zu lesen. Wenig Leute und man wird nicht dauernd gefragt, warum man nicht ins Wasser gehen will.Am Nachmittag gibt es richtig hohe Wellen. Kilian verbringt mehr Zeit im Wasser als an Land.Ah, ja. Hassan war wieder da. Was soll ich sagen. Fünf Handtücher sind doch nicht viel. Oder? Gut Preis. Gutes Stoff. (Ich bekenne mich hiermit zu einer stoffgebundenen Sucht: zwanghafter Handtuchkauf. Keine Sorge, ich bin gut betreut in der familieneigenen Selbsthilfegruppe.)

Nun zu ernsten Themen. An dieser Stelle muss auf das gefährliche Quallen-Problem an der Adria hingewiesen werden. Die hinterlistigen Bestien greifen neuerdings nicht mehr nur vom Wasser aus an, sondern nun auch aus der Luft. (Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit der illegalen Entsorgung kohlensäurehaltiger Getränke in die Adria.) Mit ihren scharfen Augen späht die Flug-Qualle unvorsichtige Urlauber aus, die sich von der Herde entfernt haben, schnappt sie in ihren Greifarmen und schleppt sie in ihr Nest. Hier bringt eine Mutterqualle dem Nachwuchs das Jagen bei:Im letzten Moment trifft ein Trupp beherzter Beach-Busters ein, und nimmt den Kampf gegen das Ungeheuer auf:Bange Momente zähen Ringens...Mit letzter Kraft kann das Monster niedergerungen werden. Diesmal ist noch alles gut gegangen. Aber wie lange werden die italienischen Autoritäten die Quallen-Pest noch geheimhalten können? Denn aus zuverlässigen Quellen ist uns bekannt, dass sich zur Quallenpest auch eine Krabben-Seuche anbahnt. Ein kleiner Trost an alle, die jetzt arbeiten müssen und nicht die Füße in den Sand stecken dürfen: Das alles bleibt euch erspart! Das sind übrigens meine Blog-LeserInnen. Ich kann euch sehen, meine Lieben!

Die dritte Welle Clanmitglieder ist heute angekommen, wir halten derzeit bei 15 Personen und vier Bungalows. Unser Ziel ist, die stille Übernahme des Campingplatzes. Und die Weltherrschaft.
Und diese Herren bereiten das große Feuerwerk für heute Abend vor. Ein Teil des GROSSEN PLANS.