Sonntag, 29. August 2010

Italien Sommer 2010 - Tag 7


Der Tag verläuft wie jeder andere auch im Familienurlaub.
Wir beginnen den Tag mit dem Morgengebet
Frühstücken mit FreundenKämpfen um die Hängematten

Stricken für Siegfried und Roy
Spielen Karten
Wässern die Kinderund lüften sie

Essen EisSchlafenKaufen Handtücher

Lassen uns MassierenSpielen im Sand
Gehen heim und essen Pizza
Grillen Marshmallows
Wandern von Haus zu Haus und Trinken Grappa und gehen dann Schlafen.
Und davon wollt ihr wirklich jeden Tag lesen?

Viel aufregender als bei uns ist es bei den Wawuschels: Wawuschel-Mädchen Wischel (ängstlich, obrigkeitshörig, klug aber chancenlos weil nur ein Mädchen) und Wawuschel-Junge Wuschel (mutig, frech, fetzendumm aber macht nichts weil Junge) stehlen das Zauberbuch der Wawuschel-Großmutter und versuchen auf eigene Faust einen Herd herbeizuzaubern. (Nachdem die Erwachsenen feig UND unfähig sind.) Allerdings erscheint statt dem neuen Herd ein kleiner dreiköpfiger Drache, der sich aber bereit erklärt, für die Wawuschels Herd zu spielen, solange er nur genug gekrault wird. Die Wawuschel-Mutter hört lange genug auf mit dem Jammern um Wischel und Wuschel eine Ohrfeige zu geben (diese Stelle hat den Kids am meisten gefallen) und dann gehen alle wieder ins Bett.

Samstag, 28. August 2010

Italien Sommer 2010 - Tag 6

Der Campingplatz steht Kopf. Mit den heute Angereisten erreichen wir den Stand von 19 Erwachsenen, 15 Kindern und 2 Ungeborenen. Alles Familie und Freunde in einer Straße in acht Bungalows untergebracht. Die Erwachsenen halten knapp noch die Mehrheit, aber wie lange noch? Das könnte eng werden für uns Grufties, wenn es zu Abstimmungen kommen sollte: Dürfen wir noch ein Eis haben? Wie lange dürfen Kinder auf bleiben? Müssen Eltern sich am Burgenbau beteiligen? Sind drei Pizzas am Tag wirklich zu viel?
Gut dass wir hier keine Demokratie sind. Wir haben uns für ein anderes bewährtes Gesellschaftsmodell entschieden: Wir bündeln die Talente in unserer Straße und gründen eine mafiöse Vereinigung "La Familia". Timon und Florian holen Wasser, Pizzas, Brot und andere Einkäufe und schlagen dafür eine Liefergebühr auf. Ich strecke das Geld vor und schneide dafür beim Gewinn mit, Irmi und Wolfgang stellen den Bollerwagen für ein kleines Entgelt zur Verfügung und Thomas hebt bei den beiden Schutzgeld ein. Das System ist noch in Erprobungsphase, weitere Talente (und Ertragsquellen) werden gesucht. Unser Einfluss wird aber in Kürze auf den ganzen Campingplatz ausgedehnt. Die Adria. Europa. Die Welt.Einparken in unserer Straße erfordert mindestens vier Männer von denen drei dem Fahrer gleichzeitig mit hilfreichen Einweisungen zur Seite stehen: "Weiter" "Halt" "Bisserl geht noch" "Mehr Links" "Mehr Rechts" "Achtung" "Geht so" "Stopp, stopp, stopp" "Oje!"
Der Rest der Belegschaft schließt Wetten ab und genießt das Schauspiel.

Kleine Änderung beim Mittags-Vorlesebuch: Da die kleineren unter den Kindern von den vielen Monstern die Käptn Blaubeer zusetzen schon Alpträume bekommen, steigen wir um auf zielgruppengerechte Literatur:
Die Wawuschels sind eine Zwergen-Familie mit grünen Haaren die im Dunkeln leuchten. Sie leben von Zwergenmarmelde die von Mutter Wawuschel jeden Tag gekocht wird. Die Kinder Wischel und Wuschel suchen den ganzen Tag den Wald ab nach Zutaten für die Marmelade. Vater Wawuschel versucht den ganzen Tag lesen zu lernen, schafft es aber nie der dyslektische Vollkoffer. Dabei wäre das wichtig, das Lesen, weil die Familie erst dann das Zauberbuch der Großmutter verwenden kann. Dann können sie die Marmelade herzaubern und müssen sie nicht mühsam sammeln und kochen. Und der grantige Onkel bekommt endlich seinen Tabak. Zu allem Überdruss explodiert auch noch der Herd der Wawuschels und dann gehen sie schlafen. (Damit endet das Kapitel mit einem Cliffhanger. Die Kurzen werden nachts vor Spannung wieder kein Auge zutun können)

Stricken für Roy. Man kann schliesslich nicht den ganzen Urlaub im Mannkini verbringen. Ausser Günter und Blake. Die könnten das. Zum Beispiel beim nächsten Österreich-Urlaub. :-)
Hassan freut sich, dass das Jahrestreffen der Anonymen Strandhantuch-Kaufsüchtigen wie jedes Jahr in seinem Strandsektor abgehalten wird. Wir finanzieren höchstpersönlich sein Wochenendhaus in Mallorca und den Lamborghini.
HILFE! Ein Sandsturm zieht auf!!!! Wir halten aus bis zuletzt und sind die letzten am Strand. Erst als der Sandstrahlwind uns bis auf die Knochen abscheuert, geben wir auf und kehren vorzeitig, d.h. vor 19:00 Uhr, zurück in die Bungalows.
Siegfried und Roy vor dem herannahenden Sandsturm. Sehr romantisches Bild. Sehr schädlich für die Mechanik des Fotoapparats.
Onkel Alexander nimmt mich zur Seite und äussert einen schrecklichen Verdacht: Könnte es sein, dass Siegfried und Roy mehr sind als nur gute Freunde? Ich weise das natürlich auf das Entschiedenste zurück! Wie kommt der gute Onkel nur auf so etwas?

Freitag, 27. August 2010

Italien Sommer 2010 - Tag 5

Endlich - der Bollerwagen ist da!!! Und damit auch die Bollerwagen-Fahrer Irmi und Wolfgang. Und das ist auch schön!



Mittagszeit ist Vorlesezeit
Käptn Blaubeer begegnet auf dem Meer dem Tyrannowalfisch Rex, dem größten Fisch der Welt. Und entfernt die vielen Hundert Harpunen, die in seinem Rücken stecken. Dafür bringt ihn der TR zu einer Insel. Endlich wieder Land erreicht!
Schwester Klara und Schwester Irmi bei der schwierigen Entharzungsoperation.
Apropos medizinischer Notfall: Klaras Gelsenstich, gestern noch professionell mit Bite Awy ausgebrannt, hat sich enorm entzündet. Ob wegen oder trotz Behandlung ist nicht sicher. Im Hochsommer ist auch an der Adria viel los. Da muss man sich schon mal anstellen, damit man ins Meer kann. Soviel Platz ist da nicht.

Unser bester Freund, der Eiswagenmann mit seiner Eiswagenfrau, kommt angerollt.
Kollektives Eisessen
Mit den Neuzugängen aus der Ramsau, Luxemburg und den USA sind wir jetzt auf sieben Kinder und zwölf Erwachsene angewachsen und belegen fünf Bungalows. Mit den 15 Personen die morgen ankommen sind wir dann fürs erste komplett. Mal sehen, was wir dann machen. Ein Fußballtournier, eine neue Religion, einen Putsch,...

Donnerstag, 26. August 2010

Italien Sommer 2010 - Tag 4

Ein paar Worte zu unseren unbeliebtesten Haustieren: Die Gelsen sind trotz Dienstags-Insektenvernichtungsaktion zahlreich und lästig. Im Luxemburger-Haus ist man gut gerüstet:
12 Antigelsenmittel pro Familie sind NICHT zu viel!

Neu und zum ersten Mal in Gebrauch ist der Bite Away. Ein wunderbares Gerät, das möglichst bald nach dem Stich auf die betroffene Stelle gehalten wird und dort konzentrierte Hitze erzeugt, damit werden die Eiweißketten des Insektengifts zerstört und es sollte sich keine allergische Reaktion bilden und keine großen Beulen entstehen. Das ist die Theorie. In der Praxis entstehen kleine Verbrennungsflächen die völlig empfindungslos sind, weil die Nerven abgestorben sind. Sehr praktisch.
Klara benutzt hier den BiteAway zum ersten Mal:
Na? War das so schlimm?
Urlaubsbeschäftigung des Tages: Borat-Badeanzüge für Siegfried und Roy häkeln:
Brigitte hatte die geniale Idee und entwirft den Prototyp.
Und so verläuft unser Tag am Campingplatz: Wenn wir nicht gerade Schwimmen oder Essen spielen wir mit den Puppen.
Die Boys haben ihren Spass: Siegfried hat eine leidenschaftliche Affaire mit einer Fußfetischistin begonnen

Roy geht fremdflirten.
Und Käptn Blaubär hat sich ein Floß gebaut und ist vor den Klabautergeistern geflohen. Nach einem Zusammentreffen mit der Moloch wurde er von zwei Tratschwellen gefunden, die ihm das Sprechen beibrachten. Da hatte er ganz schön viel Glück. Tratschwellen treiben sonst gern Schiffbrüchige in den Wahnsinn oder den Selbstmord mit ihrem unablässigen Gequatsche.