Montag, 7. September 2009

Kilians erster Schultag

Aufgeregt und voller Vorfreude startet unser Erstklässler in den neuen Lebensabschnitt. Alles ist spannend, und er kann es gar nicht erwarten, die erste Hausübung zu bekommen.

Kilians neue Klasse, die Integrationsklasse 1a

Samstag, 5. September 2009

Adria-Report - Nachtrag

Am Tag danach ist der ÖAMTC unser liebster Freund. Viele Stunden verbringen wir damit herauszufinden warum unser Auto nicht mehr anspringt, den Wagen zur Werkstatt zu verfrachten und einen ÖAMTC-Leihwagen auszuheben. Sollten Sie im Raum Wien morgen eine Panne haben - Pech gehabt! Wir haben das letzte Clubmobil in Ostösterreich erbeutet.

Einen Tipp: Wenn ihr euer Auto liebt, Hände weg von Bio-Diesel! Bio-Diesel ist BÖSE, BÖSE, BÖSE. Sagt der freundliche Mann vom ÖAMTC. Uns hat er vermutlich die Filter verklebt und jetzt startet der Wagen nicht mehr. "Der Pflanzen-Schas is a Dreck."
Einmal Bio-Diesel tanken in Kärnten und schon siehst du Teile deines Wagens, die nie dem Sonnenlicht ausgesetzt werden sollten.

Und was macht Harry?
Wer wissen will, wie es weiter geht in Hogwarts, ob es Snape gelingt, den Stein der Weisen zu stehlen, ob Draco bekommt was er verdient und welche Abeneuer Harry noch mit dem Mantel der unsichtbar macht erlebt - der muss sich das Buch schnappen und selber weiter lesen. Ja, das ist hart. Timon findet das auch.

Freitag, 4. September 2009

Adria-Report Tag 10

Abreisetag. Ein böses, böses Wort. Keiner von uns will heute schon fahren, und eigentlich hätte wir auch geplant, bis Samstag zu bleiben, aber Kilians neue Lehrerinnen möchten die Klasse schon heute mit einem Willkommensfest begrüßen, und so packen wir unsere Sieben Zwetschgen einen Tag früher ein. Über das Grauen das Einpackens will ich kein weiteres Wort verlieren. Stefan ist , wie immer, lautstark verzweifelt: "Das nächste Mal, sage ich euch, nehmt ihr alle NICHT MEHR ALS EINE BADEHOSE AM LEIB MIT UND SONST NICHTS!!!!!!!!!"
Dabei hilft die neue Packmethode enorm Platz zu sparen. Dr. Wolfgang und Schwester Lisbeth entziehen dem Patienten Sauerstoff.
So werden 11 Riesen Flauschstrandtücher Ruck Zuck zu einem Brett. Nächstes Jahr wird alles gebrettelt, was sich bretteln lässt! Ein Dachträger würde auch nicht schaden. Oder ein LKW.
Eigentlich ist gar kein Platz mehr für sie im Auto, aber weil sie so lieb drein schaun, dürfen sie doch mit.
Abfahrt aus dem Camping-Platz
Hinein in die Rückfahrerkolonne
Für Klara und Klemens - auch hier gibt es Zebus. Wie wär´s mit solchen Schildern im Haselgraben? "K&K Zebus - Lookie-lookie! - billiger Preis, billiger, billiger!"
Fahrt durch Venetien
Fahrt durch das Kanaltal
Fahrt durch Österreich
Österreich begrüßt uns herzlich mit schwerem Dauerregen, der uns treu bis nach Hause begleitet. Damit wir auch sicher wissen, dass wir wieder in der Heimat sind, sinkt die Temperatur um 15 Grad. Schwierige Fahrbedingungen, langsame aber staufreie Fahrt.
Im Prinzip wären wir auch gerade noch pünktlich zum Willkommensfest gekommen, wenn wir uns nicht in der Zeit geirrt hätten und dann doch erst mit einer halben Stunde Verspätung aufgekreuzt sind. Nett war´s trotzdem, und Dank Elternbuffet (das der ANDEREN Eltern) haben wir auch gleich ein Abendessen abgestaubt. Kilian ist endgültig im Vorschul-Fieber und wollte den Rest des Abends Verkehrsschilder üben...
Harry hat das Quiddich-Spiel gegen Hufflepuff schon nach sensationellen 5 min. zum Sieg geführt. Ha, Snape - nimm das! Und wir wissen endlich, dass Nicolas Flamel ein Alchemist mittleren Alters ist (665 Jahre) ist, der den Stein der Weisen erschaffen hat. Und Snape will Quirrell zwingen, ihm dabei zu helfen, den Stein der Weisen zu stehlen. Wir bemitleiden Quirrell und verachten Snape. Malfoy hat ein völlig verdientes blaues Auge und Neville lässt sich nicht mehr alles gefallen. Gut so!

Donnerstag, 3. September 2009

Adria-Report Tag 9

Unser letzter Tag am Strand ist angebrochen, morgen ist Abreise. Der Urlaub endet wie er begann: mit schwüler Hitze.
Kilian mit seinen Aufpasserinnen Stefanie und Kerstin beim Wellenhüpfen. Sie geben gut acht, dass unser kleiner Nicht-Schwimmer nicht untergeht. Kilian verbringt etwa sechs Stunden täglich im Wasser. Zwischen seinen Zehen bilden sich bereits Schwimmhäute.
Letzte Gelegenheit zum Standshopping
DAS haben wir noch nicht. Ein Postkartenhalter mit Namen, vor unseren Augen aus Draht gebogen. Wow! Am Nachmittag erwische ich Timon, wie er einen Kleiderhaken konzentriert untersucht. Oh-oh. Ich sehe schlimme Zeiten auf unsere Kleiderbügel zukommen...
Oma und Opa freuen sich bestimmt über ihre Karte. Besonders Opa.
(fast) nutzlos aber süß (die Drahtdingse)
Der Fetzentandler. Eine schlimme Kollektion unmöglicher Teile. Aber brauchbar für den Strand. Der Strandfetzen wandert zuhause sofort in die hinterste Schublade, weil niemand damit unter normalen Bedingungen außer Haus gehen will. Im Urlaubsgepäck fehlt er dann, weil hinterste Schublade. Und so müssen beim Fetzentandler wieder neue gekauft werden. Ein ewiger Kreislauf.

Strandanimation. Jeden Tag Ententanz auf Italienisch. (Qiiiit-kawiiit-kawitttt-it-it-it-quit-kawitt-kawitt-it-it-it...) Es gibt übrigens auch Kinderbetreuung bei uns im Campingplatz, damit die Eltern in Ruhe Essen können. Allerdings ist es ein echt italienischer Campingplatz und die Kinderbetreuung beginnt um 21:30.
Das Ferien-Beschäftigungsprogramm für Eltern. Neben Harry Potter Vorlesen meine Mittagsbeschäftigung. Timon braucht für jedes Lebensjahr 1-2 Seiten Fotodokumentation für die Schule. Liebe Idee aber viel Arbeit.In einer schwierigen Operation verarztet Dr. Wolfgang die verletzte Seeschnecke von Fischflüsterin Kerstin. Übrigens: Im Gegensatz zu Fischen stellen sich Quallen nicht tot, wenn man sie berührt.
Harry hat von einem Unbekannten einen Mantel geschenkt bekommen, der unsichtbar macht. Jetzt kann er sich in Hogwarts bewegen ohne von Filch, Mrs. Norris und Snape erwischt zu werden. Der Spiegel Nerhegeb lenkt uns für kurze Zeit ab von der Suche nach Nicolas Flamel und Zaubererschach ist ure-cool.

Mittwoch, 2. September 2009

Adria-Report Tag 8

Heute ist großer Sandburgbautag: eine mittelalterliche Festung mit Verteidigungsanlagen, ein vergifteter Brunnen und ein nicht vergifteter Brunnen, Theater, Wälle und Katapulte. Während der Mittagspause greifen die Franzosen an und beschädigen Teile der Anlage schwer. Möglicherweise waren es auch die Bayern.
Unsere Kinder von Cavallino
Große Aufregung zu Mittag: Der Esstisch bricht uns mitten unter dem Essen weg. Wie in solchen Fällen üblich, tauschen wir den schadhaften aus gegen einen stabileren von einem der nicht bewohnten Bungalows. Bis die Scherben alle weg sind, essen die Kinder auf der Straße. Timon weigert sich, sich auf einen der Stühle zu setzen, weil so einer gestern unter Stefan weggebrochen ist. Sicher ist sicher. Stimmt aber nicht, denn er tritt sich im Lauf des Tages noch zwei Glasscherben ein. Das Barfuß-Embargo tritt in Kraft.
Wir essen zur Sicherheit bei Nachbars.
Kerstin die Fischflüsterin, widmet sich heute liebevoll den Flundern, die sie, wie immer mit bloßen Händen, aus dem Wasser fischt. "Na, der is net tot. Der stellt si nua tot."

Eine italienische Flugstaffel (Krätze Kolore, oder so), gerät unweit von uns, über Jesolo, in ernsthafte Schwierigkeiten. Die Triebwerke überhitzen und beginnen zu rauchen. In verschiedenen Farben je nachdem, ob sie Diesel oder Benzin oder Kerosin getankt haben. Mit verzweifelten Manövern versuchen sie, die Triebwerke zu kühlen. Rauf, runter, Kurve, Looping bis der Brand endlich gelöscht ist, und sie wieder heim fliegen können. Pfuh. Glück gehabt. Das ist noch mal gut gegangen. Am Foto sieht man ein bisserl die Schmauchspur:
Cousine Stefanie führt ein weiteres Modehighlight der Saison vor: der Strandfetzen. Das absolute Must-Have der Oberen Adria. Besteht aus eineinhalb Meter dünnem Tuch in verschiedenen Farben, mit zwei Schlaufen dran. Wie ein Rollmops wickelt sich die modebewusste Dame (von mir aus, auch der modebewusste Herr) in den Strandfetzen. Klingt komisch, sieht auch so aus. Zumindest bei mir.
Noch eine Neuigkeit der Strandverkäufer: der Riesenball. "Wieso kauft du den Blödsinn? Das verwenden die nie wieder! Wie kriegt man da die Luft wieder raus? Und wieder rein? Das ist wieder so ein völlig sinnloses Zeug, das sie nie verwenden, wie die Flug-Drachen, die Styropor-Segelflieger, die Softball-Schläger, die..."
Besser ich erwähne nichts von den anschnallbaren blinkenden Rollschuh-Rollen, die ich Timon für morgen versprochen habe...
Langsam beginnt die Rückreisewelle: Brigitte, Thomas und Ylvi fahren heute Abend zurück nach Innsbruck und morgen weiter nach Luxemburg. Ylvi ist ganz traurig über den Abschied.
Ihr werdet uns fehlen!
Wir trösten uns mit Irmis Mega-Melone.
(fast) Vollmondnacht
Jeden Abend mache ich meinen geliebten Standspaziergang. Nur ich, das Meer und der iPod.


Harry hat Gryffindor bei seinem ersten Quiddich-Spiel den Sieg verschafft. Obwohl die Slytherins sehr unfair gespielt haben, aber ehrlich, was erwartet man schon anderes von Slytherin? Snape wird uns immer unsympathischer. Wir rätseln allerdings, woher er sich die Wunde am Bein zugezogen hat. Und wer ist Nicolas Flanell?

PS: Meine Schwester Klara begehrt die folgende Richtigstellung: Sie würde einer Tochter nie einen Namen wie Chantall Aileen geben. Die Wahl ist bereits längst auf den bodenständigen Namen Tiffany Aileen gefallen.

Dienstag, 1. September 2009

Adria-Report Tag 7

Diensttag ist Markttag. In der Morgendämmerung machen sich die Frauen der Familie auf den Weg, um zu Jagen und zu Sammeln. Wie kann man sich den Markt vorstellen: 100-te Fetzentandler, Kramer und Standler versammeln sich, um immer die gleiche Auswahl von Tschank an den Touristen und die Touristin zu bringen. Lookie-lookie! billiger Preis! billiger! billiger! Nur heute! Rabatt! Heute billiger, morgen gratis!

Irmi mit Beute:



Mein Untergang waren diesmal die Handtuchhändler. Acht Stück haben mich nach Hause begleitet. In Österreich werden sie von ihren ca. 50 Brüdern und Schwestern begrüßt. Aber nachdem sieben davon gleich wieder verschenkt werden, ist das gaaar nicht schlimm. Oder sechs. Oder vier. (*räusper* ich meine die Handtücher, nicht die Händler.)
Das ist der derniere cri bei uns modebewußten Italienern: Ketten mit Magnetperlen zum immer wieder neu zusammenbauen: Armband, Fußband, Halskette, Bauchkette,...
Damit wir uns die vielen Einkäufe auch leisten können, müssen die Kinder ran. Pinienbäume gibt es ja genug, mit Steinen werden in liebevoller Kinderarbeit die Samen aufgeschlagen und die Pinienkerne gewonnen.
Heute ist ein besonderer Tag. Nicht nur Markttag sondern auch der 36. Hochzeitstag von Irmi und Wolfgang. Das Rezept für ihre gelungene Beziehung haben sie uns (noch) nicht verraten. Es kann nicht nur am getrennten Wohnsitz liegen...
Das Meer ist immer noch da. Kerstin widmet sich nach dem durchschlagenden Erfolg der Fischtherapie heute der Schildkrötenzucht.
Der Eismann ist unser bester Freund und wir sind die Stütze seines Umsatzes. Es wird um ein Eis gewettet, die Kinder werden mit Eis bestochen oder erpresst und das Five O´Clock-Eis ist eine fixe Einrichtung geworden...
Die Wette des Tages lautet, ob Klara eine Chantal Aileen oder einen Kevin Justin bekommen wird. Sechs Stimmen für Mädchen, fünf Stimmen für Junge und eine Stimme für Grün.

Die Abendvorstellung heute ist Massage Stefan vor untergehender Sonne.
Harry ist als Sucher in die Quiddich-Mannschaft aufgenommen worden, und das hat uns sehr gefreut, ist er doch seit 100 Jahren der jüngste Sucher. Ein stinkender Bergtroll hat zu Halloween Aufregung verursacht. Harry und Ron haben ihn zunächst mit Hermine im Mädchenklo eingesperrt, haben aber dann doch Mitleid bekommen und den Troll befreit. Seither sind die drei enge Freunde.