Samstag, 23. August 2008

Nachtrag: Das war das schönste Feuerwerk meines Lebens! Die ganze Küste entlang parallel geschaltete Feuerwerkskörper. Eine wunderschöne Choreographie und wir standen am Strand unmittelbar unter den Raketen. Hin und wieder sind Funken neben uns zu Boden gegangen und am Schluss waren wir umgeben von farbigem Feuerregen. Traumhaft. Und LAUT.

Freitag, 22. August 2008

Italien Tag 3

Wolkenlos, windstill und SCHWÜL. Und heiss. Meer ist immer noch da. Mal mehr mal weniger.Der Clan trifft ein:Eine gute Gelegenheit unsere Kinder als Arbeitskräfte zu vermieten. Die Urlaubskasse muss gefüllt werden.Das macht Muckies und damit wird man Gouverneur von Kalifornien.
Oder man wird Page bei Prinzessin Lillifee im grünen Sommerpalast.Dieses Jahr haben wir uns GANZ FEST vorgenommen kein Handtuch zu kaufen. Die 30 aus den letzten Jahren müssen genügen. Aber dann hat Hassan-mit -den-Handtüchern dieses Monsterstück gezückt. Family-Size. Und die erfahrenen Cavallino-Veteranen (in Besitz von 70 Handtüchern) schafften es rucki-zuck den Preis um ein Drittel herunterzuhandeln. Kann man da wiederstehen? Sogar Der Stefan (wie im Bild sichtbar noch rekonvaleszent und dirilent) murmelte: "Kaufen, kaufen" ABER *großer Tusch* ullamarike hat NICHT gekauft. TaDaaa!!!
Und mit Hassan vereinbart, dass er morgen die ganze Design Kollektion der Mammut-Tücher mitbringt. Ich sage nur: Mengenrabatt!
Wo wir schon beim Thema Einkaufen sind. Der Hunger hat uns doch noch aus unserer mausikleinen Parkfalle getrieben und mit nur einer Minute Reversieren (Merke: raus ist leichter als rein) waren wir wieder mobil. Und wir haben ein paar Kleinigkeiten für die nächsten Tage besorgt. Der Bollerwagen hat sich wieder bewährt, denn das Auto steht jetzt nicht mehr neben dem Haus. Ich sag nicht, wie oft wir hin und her fahren mussten.


Mein persönlicher Höhepunkt des Tages: grade eben (23:00) hat mir Irmi mit ihrem super-duper Russen-Nachtsicht-Ferngucker den Sternenhimmel über dem Meer gezeigt. Ich habe zwei Monde des Jupiter gesehen und das Reiterlein vom Großen Wagen! Ha! Und eine Sternschnuppe. Jetzt kann das Sandmännlein kommen. Gute Nacht.

Donnerstag, 21. August 2008

Italien Tag 2

Wetterreport: Wolkenlos und heiss, mehr Wind und viele Wellen. Hassan-mit-den-Handtüchern macht, wie jedes Jahr, seine Runden. Wir leben von Semmeln und Wasser, nachem wir für das Einparken 10 Minuten gebraucht haben, haben wir beschlossen NIE WIEDER herauszufahren. Also kein Essen einkaufen für uns bis ihr kommt. Dann nimmt uns hoffentlich wer mit zum Supermarkt, oder hilft beim Ausparken... In unserer Häuserreihe sind heute vier Familien abgereist. Drei davon unmittelbare Nachbarn. Kein Wunder. Solange wir im Haus sind tönt es ununterbrochen: "Du hast die Füße auf mein Bett gelegt" "Hab ich nicht" "Hast du doch" "Hab ich NICHT!" "Mama, der Kilian hat mich gebissen!" "Hab ich nicht" "Hast du doch"...
Kann es kaum erwarten, dass die SpielkollegInnen eintrudeln. Nur am Meer herrscht friedliche Eintracht. Also verbringe ich soviel Zeit wie möglich am Stand. Stefan liegt nach wie vor matt im Bungalow, hat Fieber und Schweissausbrüche.

Im Augenblick (21:30) beschallt eine Band, die sich am Schwimmbad verschanzt hat, den ganzen Campingplatz mit einem sonderbaren Mix aus alt und uralt-Hadern. Teil des Kinder-Animations-Programms, das hier um 21:00 Uhr beginnt. Italienische Verhältnisse eben. Da die Band gerade erst begonnen hat, werden wir das zweifelhafte Vergnügen noch bis Mitternacht geniessen dürfen. Jetzt sind grad italienische Lamour-Hatscher dran. AMOOOOOOOOREEEE!!!

Die philosophisch-geologische Frage des Tages: "Was waren Steine, bevor sie Steine wurden?"

Mittwoch, 20. August 2008

Italien Tag 1

Dieses Jahr hat fast der ganze Clan beschlossen, in einer Völkerwanderung gen Süden zu ziehen. Wir sind die Vorhut und kundschaften das Gelände aus, kosten das Eis vor, testen die Wasserqualität...


Apopos Eis - er ist wieder da!


Aufgestanden um 3:00 Uhr, losgefahren um 4:00, angekommen in Cavallino um 10:45.


Stefan bekommt noch in der Nacht Fieber, fährt aber brav 2 Stunden selber. Den Rest des Tages verbringt er im Bungalow im Bett, nur abends schleppt er sich ausser Haus, auf der Suche nach Kamillentee und einem Fernseher mit Österreich gegen Italien.

Es ist drückend schwül hier, der Bungalow wirkt noch kleiner als letztes Jahr, die Schnuckies sind geduldig und warten 20 Sekunden, bis sie mit "Wann gehen wir endlich ans Meer?"-Schleifen bekommen was sie wollen. Das Meer. Dort baut Kilian eine "Wasser-Falle", die raffiniert Wasser anlockt und gefangen hält. (Seit dem gewissen Vorfall mit dem Weidezaun, hat er diese Obsession mit Zäunen...)



Und Timon gräbt sich durch bis China. Zumindest bis zum Wasserspiegel. Drei Stunden gräbt er ununterbrochen. Kinderarbeit vom Feinsten.



Eine Neuerung am Campingplatz: Es gibt Kinder-Waschbecken (in drei Höhen), Klos und Duschen! Nett gemacht und die Schweinerei bleibt draussen.


Das Klo ist auf ca. 50 cm Höhe montiert. Perfekt zum Hände und Füße waschen...

Montag, 18. August 2008

Sommer

Ilse Kleberger

Weißt du, wie der Sommer riecht?
Nach Birnen und nach Nelken,
nach Äpfeln und Vergissmeinnicht,
die in der Sonne welken,
nach heißem Sand und kühler See
und nach nassen Badehosen,
nach Wasserball und Sonnenkrem,
nach Straßenstaub und Rosen.

Weißt du, wie der Sommer schmeckt?
Nach gelben Aprikosen
und Walderdbeeren, halb versteckt
zwischen Gras und Moosen,
nach Himbeereis, Vanilleeis
und Eis aus Schokolade,
nach Sauerklee vom Wiesenrand
und Brauselimonade.

Weißt du, wie der Sommer klingt?
Nach einer Flötenwiese,
die durch die Mittagsstille dringt:
Ein Vogel zwitschert leise,
dumpf fällt ein Apfel in das Gras,
der Wind rauscht in den Bäumen.
Ein Kind lacht hell, dann schweigt es schnell und möchte lieber
träumen.

Sonntag, 17. August 2008

Tierpark Schönbrunn

Gemeinsam mit 100.000 anderen Tierstalkern hatten wir heute die originelle Idee, den Tierpark Schönbrunn heimzusuchen. Damit das kleinste Gruppenmitgleid, Leonhard, nicht so weit gehen muss, wurde ein Bollerwagen ausgeliehen. (Die stellt der Tierpark den kleinen Besuchern gratis zur Verfügung.)

In der Praxis hat das dann SO ausgesehen:


Wir sahen viele exotische Tiere, hier der vom Aussterben bedrohte Tomus Turbus:
Haben viel gelernt: "Das Spatzi vom Orang Utan war SOOO groß!"Haben Raubtierfütterungen aus nächster Nähe beobachtet:...und hatten jede Menge Spass!

"Aber jetzt reicht´s. Wir wollen heim!"


Einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit, nutzte die oberösterreichische Besucherfamilie zur Flucht, obwohl noch immer nicht alles vom Stefan-wird-langsam-alt-und-das-feiern-wir-Fest aufgegessen ist. Das kommt davon, wenn man sie aus dem Keller lässt...
Es war schön mit euch! Kommt bald wieder!!!

Samstag, 16. August 2008

Der Tag danach...

müde, müde, müde...

Bis auf das jüngste Familienmitglied haben heute ALLE einen ausgiebigen Nachmitagsschlag gemacht. Im Haus riecht es nach wie vor nach vekohlten Popcorn und wird es auch noch einige Zeit.

Freitag, 15. August 2008

Wir fassen zusammen:

* 22 Erwachsene und 9 Kinder waren da
* reichlich zu Essen und zu Trinken. REICHLICH. Braucht jemand Bier für ein mittleres Dorffest?
* 1 Kind mit Platzwunde ins Krankenhaus (Leo geht es, gottseidank, wieder gut, auch der Heizkörper hat sich erholt.)
* 8 Kinder haben darauf hin nicht mehr auf dem Sofa gehüpft. Bis auf Nils, der wurde den ganzen Abend über geschüttelt, aber das ist Alltag für Säuglinge.
* 1 Packung Popcorn in der Mikrowelle verkohlt (Bedienungsfehler der überforderten Gastgeberin) Unglaubliche Rauchentwicklung und bestialischer Gestank.
* Rest das Abends bei offenen Fenstern gefroren
* 1 Besucherfamilie in Geiselhaft genommen. Dürfen erst wieder fahren, wenn sie ALLES aufgegessen haben, was noch übrig ist. Also in ca. einer Woche.
* 6 Rennies gegen den heftigsten Anfall von Sodbrennen meines Lebens.

Das Fest - Stefan ist 40!

Der Jubilar beim Eröffnen der Torten.

Die Gäste:

Das Essen:

Donnerstag, 14. August 2008

Hausfrauenreport Tag 4

Ich mag nicht mehr!!! Putz, putzen, putzen. Ich erkenne das Haus kaum wieder. Habe sogar AUF DEM KÜHLSCHANK Staub gewischt. Wozu? Ich seh dort sowieso nicht hin. Einfach zwanghaft.

Neben, Putzen, Aufräumen und Aussortiern war heute auch noch Backen angesagt. Damit es nicht fad wird.

Voilá: Jamie Oliver Brotkranz

30 g frische Hefe oder 3 Päckchen (je 7 g) Trockenhefe
1 kg Mehl
625 ml lauwarmes Wasser
2 gestrichene EL Salz
2 EL Zucker
Mehl zum Bestäuben
Füllung:
10 Scheiben ParmaSchinken
8 Eier (8 min gekocht und gepellt)
400 g geriebener Käse (e.g. Mozzarella, Gouda, Parmesan)
2 Hände voll frischem Basilikum
Getrocknete Tomaten
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Frische Rosmarinblättchen



Habt ihr die kleine Zeile mit "Salz und Pfeffer" gelesen? Ich nicht. Und die fehlen jetzt. Wie sehr wird sich morgen zeigen. Kochen ist WIRKLICH NICHT unter den Top Ten meiner Talente. Schafft es nicht einmal in die Top Hundert.

Hoffentlich hab ich bei den Muffins nichts vergessen, vertauscht, verhaut. Aussehen tun sie ganz unschuldig, aber diese Biester sind hinterhältig. Das Kraklee-Muster gehört so. Glaub ich.

Mittwoch, 13. August 2008

Der Hausfrauenreport, Tag 3

Heute neben Mega-Party-Einkauf nur ein Arbeitsbereich:
*Gruselmusik an* DAS KINDERZIMMER *kreisch, wimmer*

Wenn ich die Wahl habe, entrümple ich lieber 4 Keller als ein Kinderzimmer.
Vorher:





Nachher:

Dazwischen liegen Sieben Stunden Arbeit...

...und das Sortieren von Büchern, Legos, Steinen und Krimms-Kramms aller Arten. Woher haben die Schnuckies nur diese Gene? *dreinschau-als-könnt-ich-kein-Wässerlein-trüben*

Kreative Kinder zu haben ist wunderbar. Gehört gefördert und unterstützt. Und die unzähligen Kunstwerke müssen dezent und unauffälig entsorgt werden. (Nein, ich weiss auch nicht, was das ist. Könnte ein Computer sein oder eine Rakete oder ein Taschenrechner. Auf jeden Fall unglaublich wichtig für das Überleben der Menschheit, und der Prototyp des Patents das uns alle einmal reich und berühmt machen wird, und die Energieprobleme des Planeten löst. Darf AUF KEINEN FALL weggeworfen werden. Genausowenig wie die 30 anderen Erfindungen.)

Und dann wären da noch die Berge von Oster-, Mutter/Vatertag-, Weihnachts- und Geburtstaggeschenken, die die Schnuckies aus den diversen Tagesbetreuungsstätten anschleppen. Die Rache der Kindergärtnerinnen...

(Das ist nur ein Teil der Ausbeute von letzten Ostern.)

Mit Liebe gemacht, freudig überreicht, soll jedes einzelne Stück in ewiger Dankbarkeit auf einem Ehrenplatz aufbewahrt werden. *seufz* Braucht jemand ganz dringen eine Ostereierkerze?

Dienstag, 12. August 2008

Der Hausfrauenreport, Tag 2

Das Tagespensum:

* 6:30 feierliche Verabschiedung der Familienkutsche, die mit dem besten Schwiegervater der Welt einen Ausflug nach Ungarn macht, um kostenschonend beserviced zu werden.
* Timon zu einem Silbentrennungs-Arbeitsblatt genötigt
* unter Protesten der Einwohner Kinderzimmer grob entmüllt, Durchgänge freigeschaufelt
* Küchenkästen ausgeräumt, ausgewischt (!), umorganisiert
* ein Drittel der Lebensmittel entsorgt
* Kresse angebaut
* den grauslichen Kasten mit den schwarzen Käfern dekontaminiert (Der Stefan hat sich gedrückt mit dem Hinweis, dass er eh beruflich dauernd gegen Bugs kämpfen muss, da kann ich das nicht in der Freizeit auch noch verlangen, *hmpf*)
* sämtliche Fenster, Rahmen, Türen des Hauses geputzt
* vier Kinder fischbestäbchent, Wurstsemmeln gerollt, Bananenmilch gepresst, Mousse au Chocolat gerührt. (Packung eigentlich abgelaufen, aber essen ist die Alternative zu Wegwerfen)
* Küche geputzt (erstaunlich, wie oft man die Putzen muss, wenn man etwas darin kocht)
* 4 Maschinen Wäsche gewaschen
* Geschirrspühler ein- und ausgeräumt
* immer wieder den schönen Keller bewundert
* Krims-Krams-Kastl ausgemistet (das erste von VIELEN)
* Altpapier, Glas, etc. zur Sammelstelle gefahren
* Anfrage an den ÖAMTC, ob Pickerl in Italien auch ein bisserl abgelaufen sein darf
* Buchbestllung bei Amazon (ich wurde genötig! Einkaufen um (Versand-)Kosten zu sparen.)
* gebloggt

The Queen of Clean Rules!


Und die Schatzies?

Haben brav gespielt. Zuerst alleine (niedliche Rollenspiele), dann mit Cousin und Cousine. Was die erstaunliche Erkenntnis bringt, dass 4 Kinder viel braver und pflegeleichter sind als zwei. (Achtung! Nur solange es nicht Geschwister sind! Immer das Kleingedruckte lesen!)

Montag, 11. August 2008

Ein arbeitsreicher Tag


Während die Erfinder und Bau-Truppe den Garten unter Wasser setzt (hier eine Äquadukt-Fernwärme-Brunnen-Erfindung, deren Funktion Timon gerne jeden eine Stunde lang erklärt), war Muttern heute ganz besonders fleißig:

* Einkaufen gegangen (ZU FUSS mit Oma-Nachziehwagerl, mit beiden Kindern)
* 5 Maschinen Wäsche gewaschen, auf- und abgehängt, etc.
* Geschirrspühler aus- und eingeräumt
* Küche geputzt (alles bis auf das Schrankfach mit den kleinen grausslichen Käfern, das bekommt Stefan)
* Keller ausgemistet und geputzt
* Blumentöpfe und Gartenzubehör aussortiert (Hallo Ramsau! Ich mach jetzt auch einen Basar.)
* Mumifizierten Frosch aus dem Keller geborgen und entsorgt (war hinter den Blumentöpfen)
* 4 Spinnen und ein unidentifizierbares Insekt (schwarz, groß, schiach) getötet (alles in und um die Blumetöpfe)
* den Abschlussbericht, der schon ein Monat überfällig ist, fertig geschrieben.
* Kresse-Brote geschmiert, später gekocht und die Kurzen zum Essen genötigt
* Timon 30 Lernwörter angesagt und ein Wort-Memory gespielt
* einen unsichtbaren Wespenstachel entfernt
*40 mal Piraten-Krallen gestutzt
* geduscht
* Beitrag gebloggt

Mein Gott, so hausfraulich war ich aber schon lange nicht mehr unterwegs. Ich hoffe das geht vorbei. Das kann nicht gesund sein.