Mittwoch, 13. August 2008

Der Hausfrauenreport, Tag 3

Heute neben Mega-Party-Einkauf nur ein Arbeitsbereich:
*Gruselmusik an* DAS KINDERZIMMER *kreisch, wimmer*

Wenn ich die Wahl habe, entrümple ich lieber 4 Keller als ein Kinderzimmer.
Vorher:





Nachher:

Dazwischen liegen Sieben Stunden Arbeit...

...und das Sortieren von Büchern, Legos, Steinen und Krimms-Kramms aller Arten. Woher haben die Schnuckies nur diese Gene? *dreinschau-als-könnt-ich-kein-Wässerlein-trüben*

Kreative Kinder zu haben ist wunderbar. Gehört gefördert und unterstützt. Und die unzähligen Kunstwerke müssen dezent und unauffälig entsorgt werden. (Nein, ich weiss auch nicht, was das ist. Könnte ein Computer sein oder eine Rakete oder ein Taschenrechner. Auf jeden Fall unglaublich wichtig für das Überleben der Menschheit, und der Prototyp des Patents das uns alle einmal reich und berühmt machen wird, und die Energieprobleme des Planeten löst. Darf AUF KEINEN FALL weggeworfen werden. Genausowenig wie die 30 anderen Erfindungen.)

Und dann wären da noch die Berge von Oster-, Mutter/Vatertag-, Weihnachts- und Geburtstaggeschenken, die die Schnuckies aus den diversen Tagesbetreuungsstätten anschleppen. Die Rache der Kindergärtnerinnen...

(Das ist nur ein Teil der Ausbeute von letzten Ostern.)

Mit Liebe gemacht, freudig überreicht, soll jedes einzelne Stück in ewiger Dankbarkeit auf einem Ehrenplatz aufbewahrt werden. *seufz* Braucht jemand ganz dringen eine Ostereierkerze?

Dienstag, 12. August 2008

Der Hausfrauenreport, Tag 2

Das Tagespensum:

* 6:30 feierliche Verabschiedung der Familienkutsche, die mit dem besten Schwiegervater der Welt einen Ausflug nach Ungarn macht, um kostenschonend beserviced zu werden.
* Timon zu einem Silbentrennungs-Arbeitsblatt genötigt
* unter Protesten der Einwohner Kinderzimmer grob entmüllt, Durchgänge freigeschaufelt
* Küchenkästen ausgeräumt, ausgewischt (!), umorganisiert
* ein Drittel der Lebensmittel entsorgt
* Kresse angebaut
* den grauslichen Kasten mit den schwarzen Käfern dekontaminiert (Der Stefan hat sich gedrückt mit dem Hinweis, dass er eh beruflich dauernd gegen Bugs kämpfen muss, da kann ich das nicht in der Freizeit auch noch verlangen, *hmpf*)
* sämtliche Fenster, Rahmen, Türen des Hauses geputzt
* vier Kinder fischbestäbchent, Wurstsemmeln gerollt, Bananenmilch gepresst, Mousse au Chocolat gerührt. (Packung eigentlich abgelaufen, aber essen ist die Alternative zu Wegwerfen)
* Küche geputzt (erstaunlich, wie oft man die Putzen muss, wenn man etwas darin kocht)
* 4 Maschinen Wäsche gewaschen
* Geschirrspühler ein- und ausgeräumt
* immer wieder den schönen Keller bewundert
* Krims-Krams-Kastl ausgemistet (das erste von VIELEN)
* Altpapier, Glas, etc. zur Sammelstelle gefahren
* Anfrage an den ÖAMTC, ob Pickerl in Italien auch ein bisserl abgelaufen sein darf
* Buchbestllung bei Amazon (ich wurde genötig! Einkaufen um (Versand-)Kosten zu sparen.)
* gebloggt

The Queen of Clean Rules!


Und die Schatzies?

Haben brav gespielt. Zuerst alleine (niedliche Rollenspiele), dann mit Cousin und Cousine. Was die erstaunliche Erkenntnis bringt, dass 4 Kinder viel braver und pflegeleichter sind als zwei. (Achtung! Nur solange es nicht Geschwister sind! Immer das Kleingedruckte lesen!)

Montag, 11. August 2008

Ein arbeitsreicher Tag


Während die Erfinder und Bau-Truppe den Garten unter Wasser setzt (hier eine Äquadukt-Fernwärme-Brunnen-Erfindung, deren Funktion Timon gerne jeden eine Stunde lang erklärt), war Muttern heute ganz besonders fleißig:

* Einkaufen gegangen (ZU FUSS mit Oma-Nachziehwagerl, mit beiden Kindern)
* 5 Maschinen Wäsche gewaschen, auf- und abgehängt, etc.
* Geschirrspühler aus- und eingeräumt
* Küche geputzt (alles bis auf das Schrankfach mit den kleinen grausslichen Käfern, das bekommt Stefan)
* Keller ausgemistet und geputzt
* Blumentöpfe und Gartenzubehör aussortiert (Hallo Ramsau! Ich mach jetzt auch einen Basar.)
* Mumifizierten Frosch aus dem Keller geborgen und entsorgt (war hinter den Blumentöpfen)
* 4 Spinnen und ein unidentifizierbares Insekt (schwarz, groß, schiach) getötet (alles in und um die Blumetöpfe)
* den Abschlussbericht, der schon ein Monat überfällig ist, fertig geschrieben.
* Kresse-Brote geschmiert, später gekocht und die Kurzen zum Essen genötigt
* Timon 30 Lernwörter angesagt und ein Wort-Memory gespielt
* einen unsichtbaren Wespenstachel entfernt
*40 mal Piraten-Krallen gestutzt
* geduscht
* Beitrag gebloggt

Mein Gott, so hausfraulich war ich aber schon lange nicht mehr unterwegs. Ich hoffe das geht vorbei. Das kann nicht gesund sein.

Samstag, 9. August 2008

Ramsau-Fest 2.Tag

Beim Aufwachen gibts lange Gesichter - es regnet in Strömen. Und das stundenlang.

Als im Zimmer Lagerkoller aufkommt, und die berüchtigten Geschwister-Zänkereinen ("Hast du doch!" "Hab ich nicht!") unerträglich werden, bekommt der kleine Kurze den iPod mit "Bob der Baumeister pfuscht im Sonnenblumental" verpasst, und der große Kurze bekommt 73 Lernwörter diktiert. Ha! Da war Ruhe!

Zu Timons Glück lässt der Regen zu Mittag nach, und der ABC-Schütze entwischt in den Wald.

Die traditionelle Bacherlweg-Wanderung:
Anschließend Grillen und ein wunderbares Buffet im Partyzelt.

Nächste Station: Das Verdauungsschnapserl. Sehr wichtig! Allseits beliebt der "Zirberl" (schmeckt wie wenn man mit Alkohol gurgelt und dann an einer Baumrinde lutscht), der Alt-Weiber-Schnaps (mein Liebling - und ich verbiete mir weitere Kommentare...), der Strausseneierlikör, der Kernöllikör (der mit geschlossenen Augen wie Baileys schmeckt, aber aussieht wie pürrierter vor verdauter Gurken-Kernöl-Salat) und der eine oder andere, mehr oder weniger legal, Selbstgebrannte. Und schon ist wieder Platz für Kaffee und Kuchen!

Weil wir so brav waren (und es Temperaturen hat wie im Advent), kommt nach dem Kuchen der Nikolo zum Familienfest. Mit einem Riesensack Geschenke!JEDES der 32 Familienmitglieder bekommt ein Paar liebevoll ausgewählte, auf die Persönlichkeit abgestimmte, von chinesischen Straßenkindern erzeugte und aus Italien hand-importierte Crocks.
Eine Bedingung gibt es: Jede/r muss eine Strophe zu der Melodie von "Und jetzt gang i ans Peters Brünnele" dichten und vortragen. (Wer´s nicht kennt, hier ist eine nicht ganz traditionelle, aber ganz nette Version). Leider kann ich mich an keine Strophe erinnern, nur dass Cousin Peter die unanständigste produziert hat, und ich hoffe, dass das Gedächtnis der Kurzen EINMAL nicht besser ist als meines. (Bitte, bitte!)

Der nächste Programmpunkt, wieder eine liebgewonnene Tradition: das Geburtstagkinder-Quälen. Wer in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiert, gerne feiern würde oder gerne verheimlichen würde, wer einen Geburtstag im August feiert oder sonst wie in diesem Jahr unangenehm aufgefallen ist, wird zum Gaudium der restlichen Verwandtschaft in Kostüme gesteckt, muss Aufgaben bewältigen, wird auf vielerlei Arten in Verlegenheit gebracht. Die dabei entstandenen Bilder eignen sich ausgezeichnet für diverse erpresserische Zwecke. (Spätestens nach diesem Blogbeitrag, muss ich mir für das Jahr 2011 eine tragfähige Ausrede einfallen lassen, warum ich LEIDER gerade in DEM Jahr nicht am Fest teilnehmen kann, wo ich 40 werde... Ideen?)

Wie auch immer, dieses Jahr war das Geburtstagkinder-Quälen wieder lustig, wurden ja gleich fünf Glückliche gleichzeitig drangsaliert. Hihi. Sind aber, alles in allem, eh noch ganz gut weggekommen - keine Verkleidungen, nur viel auf Kommando um den Sessel laufen.

Kein Fest ist komplett ohne die richtige Menge eingeladener Feen. In diesem Fall waren zwei goldrichtig.

Und noch ein beliebter Familien-Sport: Anne-Geddes-Spielen, sprich kleine hilflose Kinder in zweifelhafte Kostüme stecken, sich köstlich amüsieren und die Bilder zu deren späterer Erpressung aufbewahren. Ein Beispiel hier und hier




Die Grill-Fee:
Wirklich komplett ist das Feen-Outfit erst mit den coolen Zauber-Stiefeln:

Es wird Abend: Die gesammelten Kurzen üben sich in waghalsigen Manövern mit dem Bollerwagen.

Die Zeltstadt in nächtlicher Festbeleuchtung. Es lebe das luxemburger 6-Mann-Zelt!
Ein Glücksballon soll Glück bringen, weit fliegen und möglichst nicht im Magen einer Kuh landen.


Freitag, 8. August 2008

Ramsau-Fest 2008

Heute war der Beginn des alljährlichen Clan-Treffen in der Ramsau.

Nach der Ankunft im Pensions-Zimmer wird gleich der Elektronik-Fuhrpark aufgebaut. Das neue tragbare UMTS-WLAN-Modem mit Router wird erstmals ausgefahren. Ha! Es funktioniert! Nie mehr abgeschnitten von der internetten Welt, ganz Mann und Kindern ausgeliefert, Abende fern ab der Zivilisation in fernen Bergdörfern verbringen, wo man aus purer Not auch noch MITEINANDER REDEN muss...

Der liebe Herr über unserem Bett mahnt uns noch ganz freundlich: "Zieht warme Sachen an und packt die Gummistiefel ein!" Und recht hat er! Der wolkenverhangene Himmel wird zunehmend inkontinent und je älter der Tag wird, umso mehr verliert er sein Wasser. (Welch romantische Metapher) Aber das trübt den Fest-Veteranen nicht die Stimmung, schliesslich ist es ein Naturgesetz, dass es IMMER kalt und regnerisch ist, wenn sich unser Clan feiert. Kälteeinbrüche mitten im August, Regen und Sturm gehören zu unseren besonderen Talenten.

Cousin Florian feiert heute am 8.8.08 um 08:08 (eigentlich 20:08) seinen 8. Geburtstag. Noch ein Grund zum Feiern!
Anschliessend der obligatorische High-Tech-Vergleich Wien versus Luxemburg: "Meines ist besser, größer, länger, schneller..." Jedes Jahr ein anderes High Tech-Stück, letztes Jahr die Spiegelreflex-Digital-Kameras, heuer das iPhone. Diesmal unentschieden, weil unseres neuer und GPS, aber Cousine Brigitte hat 10.000 Spiele drauf, von der Schneekugel über das Klavier, den Kompass, die Antwort-auf-Alles, das Hello-Kitty-Design, das Malbuch, das Sand-Riesel-Spiel,...
In der Küche wird ganz patriotisch in Rot-Weiss-Rot Schlagobers in den Abguss gekippt. (Noch eine Familientradition)
Raubtierfütterung...
Aktueller Stand bei den Kurzen: 7 Stück. Nummer 8 kommt morgen.
Im Zelt kommt "Basislager-K2-Feeling" auf. Draussen prasselt der Regen, drinnen duftet das Gulasch. Und wie jedes Jahr ärgere ich mich, dass ich WIEDER NICHT die Winter-Daunenjacke eingepackt habe. Und die Pudelmütze, und die Handschuhe. Und wie jedes schwöre ich mir, dass ich sie nächstes Jahr GARANTIERT nicht zuhause lasse, nur weil es in Wien beim Packen draussen 30 Grad plus hat...

DAS ist die August-Sommerfest-Adjustierung der erfahrenen Ramsauerin:

Mittwoch, 6. August 2008

The Gun Seller



Lang bevor Hugh Laurie als Dr. House brillierte, schrieb er diesen Krimi. Wer kann, unbedingt auf Englisch lesen, der Humor ist trocken und rabenschwarz, ein echter Genuss. Die Story flott und aberwitzig, nicht gerade realistisch, der Held eine Art Anti-James Bond. Gute Dialoge, super Show Down.




Hugh Laurie hat seinen Helden Thomas Lang einige sehr treffende Sätze in den Mund gelegt. Meine Lieblingsstelle:

"When it comes to sex, it seems to me, men really are caught between a rock and a soft, limp, apologetic place.

The sexual mechanisms of the two genders are just not compatible, that’s the horrible truth of it. One is a runabout, suitable for shopping, quick journeys about town, and extremely easy parking; the other is an estate, designed for long distances, with heavy loads - altogether larger, more complex, and more difficult to maintain. You wouldn’t buy a Fiat Panda to move antiques from Bristol to Norwich, and you wouldn’t buy a Volvo for any other reason. It’s not that one is better than the other. They’re just different, that’s all.

This is a truth we dare not acknowledge these days - because sameness is our religion and heretics are no more welcome now than they ever were - but I’m going to acknowledge it, because I’ve always felt that humility before the facts is the only thing that keeps a rational man together. Be humble in the face of facts, and proud in the face of opinions, as George Bernard Shaw once said.
He didn’t, actually. I just wanted to put some authority behind this observation of mine, because I know you’re not going to like it.

If a man gives himself up to the sexual moment, then, well, that’s all it is. A moment. A spasm. An event without duration. If, on the other hand, he holds back, by trying to remember as many names as he can from the Dulux colour chart, or whatever happens to be his chosen method of deferment, then he’s accused of being coldly technical. Either way, if you’re a heterosexual man, emerging from a modern sexual encounter with any kind of credit is a fiendishly difficult thing to do.

Yes, of course, credit is not the point of the exercise. But then again, it’s easy to say that when you’ve got some. Credit, I mean. And men just don’t get any these days. In the sexual arena, men are judged by female standards. You may hiss and tut and draw in your breath as sharply as you like, but it’s true. (Yes, obviously, men judge women in other spheres - patronise them, tyrannise them, exclude them, oppress them, make them utterly miserable - but in matters of a writhing nature, the mark on the bench was put down by women. It is for the Fiat Panda to try and be like the Volvo, not the other way round.) You just don’t hear men criticising women for taking fifteen minutes to reach a climax; and if you do, it’s not with any implied accusation of weakness, or arrogance, or self-centredness. Men, generally, just hang their heads and say yes, that’s the way her body is, that’s what she needed from me, and I couldn’t deliver it. I’m crap and I’ll leave at once, as soon as I can find my other sock.

Which, to be honest, is unfair, bordering on the ridiculous. In the same way that it would be ridiculous to call a Fiat Panda a crap car, just because you can’t fit a wardrobe in the back. It might be crap for all sorts of other reasons - it breaks down, or it uses a lot of oil, or it’s lime-green with the word ‘turbo’ written pathetically across the back window - but it’s not crap because of the one characteristic that it was specifically designed to have: smallness. Neither is a Volvo a crap car, simply because it won’t squeeze past the barrier in the Safeways car-park and allow you to get out without paying.

Burn me on a mound of faggots if you like, but the two machines are just plain different, and that’s that. Designed to do different things, at different speeds, on different types of roads. They’re different. Not the same. Unalike.

There, I’ve said it. And I don’t feel any better."

Dienstag, 5. August 2008